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Saturday, May 19, 2012
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„Die Austreibung des Dämonischen aus der Wirtschaft“
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Thomas Ruster

„Die Austreibung des Dämonischen aus der Wirtschaft“

Mit Tora und Talmud gegen autonomisierte Funktionssysteme

26 pages · 7.20 EUR
(April 2006)

 
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Aus der Einleitung von Hans G. Nutzinger:

Der katholische Theologe Thomas Ruster wendet sich „Mit Tora und Talmud gegen autonomisierte Funktionssysteme“, insbesondere in wirtschaftlichen Kontexten, um so „die Austreibung des Dämonischen aus der Wirtschaft“ zu bewerkstelligen. Mit „dämonisch“ meint der Verfasser den Umstand, dass gerade im Bereich Wirtschaft lebensdienliche Zwecke, etwa die Versorgung der Menschen mit Gütern und Dienstleistungen, durch die Logik des Geldes „in sein Gegenteil verkehrt, also tödlich wird“. Dieser Prozess ist aber von Menschen ins Leben gerufen worden und kann demzufolge von ihnen auch wieder zurückgenommen werden, wie schwer das im Einzelnen auch immer sein mag. Als Orientierung dafür gilt ihm das Verhältnis von Gerechtigkeit und Wirtschaft in der Mischna, der mündlichen Lehre des Judentums, und deren Diskussion im Talmud. Maßstab gesellschaftlicher Gerechtigkeit ist dabei die „Gerechtigkeit Gottes“. Gegen die Dominanz des Ökonomischen als reine Kodierung in Geldgrößen setzt Ruster die Forderung: „Torafizierung statt Ökonomisierung!“ Er entwickelt deshalb auch einige allgemeine Prinzipien, wie man unter den Bedingungen der Moderne die Logik der Tora zu Geltung bringen könnte, und er erinnert in diesem Zusammenhang an das vorbildliche Reflexionsniveau der rabbinischen Diskurse mitsamt ihrer hermeneutischen Voraussetzungen, an die Orientierung menschlichen Handelns an Gottes Willen, damit eine Konfusion dessen, was für die Menschen gut ist, mit dem Guten schlechthin vermieden werden kann. Unter Hinwendung zum Neuen Testament hebt Thomas Ruster schließlich hervor, dass nach den Worten des Jesus von Nazareth das Suchen von Gottes Reich und seiner Gerechtigkeit zum zentralen Ausgangspunkt christlichen Handelns werden sollte.


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Prof. Dr. theol. Thomas Ruster
Professor für Systematische Theologie/Dogmatik an der Universität Dortmund, Hauptarbeitsgebiete: Fundamentaltheologie/Rede von Gott, Sakramententheologie, Angelologie, christliche Rezeption der Tora.