Lars Meyer
38 pages · 7.72 EUR
(September 2010)
Aus der Einleitung der Herausgeber:
Nach einem Durchgang durch soziologische Vorarbeiten sowie durch neuere Reflexionsbemühungen aus dem Bereich der Wissenschaftstheorie wird anhand der allgemeinen Gleichgewichtstheorie und ihrer Kritik ausgelotet, worin ein genuin soziologischer Beitrag zum Feld der Wirtschaftswissenschaften bestehen könnte. Im Beitrag wird argumentiert, dass es nicht zureichend ist, wirtschaftswissenschaftliche Theorien und Forschungsprogramme auf dem Wege externer ? etwa wissenschaftstheoretischer ? Maßstäbe der Kritik zu diskutieren. Vorwürfe wie der eines mangelhaften Empiriebezugs oder unrealistischer theoretischer Prämissen sollten nicht bereits als Pointen einer kritischen Reflexion des wirtschaftswissenschaftlichen Mainstreams verstanden werden, sondern stellen vielmehr erst eine Art Ausgangspunkt dar, um ? auf Basis einer Wissenssoziologie zweiter Beobachtungsordnung ? jenen Strukturen nachzuforschen, die die Einheit jeweiliger wirtschaftswissenschaftlicher Paradigmen trotz anhaltender theoretischer und empirischer Ambivalenzen gewährleisten.