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Saturday, May 19, 2012
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Katrin Annette Gruber

Der Begriff der gesellschaftlichen Verantwortung und seine Ausgestaltung durch Unternehmen

Eine Illustration am Beispiel der deutschen Automobilindustrie

"Ethik und Ökonomie" · volume 9

dissertation

341 pages · 34.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-89518-782-7 (November 2009)

 
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Description

Worin besteht konkret die Aufgabe und damit die Verantwortung eines Unternehmens? Beschränkt sich der Unternehmenszweck "nur" auf die Generierung von größtmöglichen Gewinnen innerhalb der dem Unternehmen gesetzten Rahmenbedingungen? Oder sollte das Rollenverständnis des Unternehmens vielmehr in einem bürgerschaftlichen Sinne ausgelegt werden, welcher darüber hinaus den aktiven Einsatz für das Gemeinwohl umfasst? Gruber untersucht in dieser Arbeit den Begriff der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen - ein Begriff, der mit vielen Bedeutungen und Erwartungen verbunden wird, dessen theoretische Präzisierung hierbei jedoch oft unterbleibt. Diese Arbeit leistet einen Beitrag zur Bestimmung dieses Begriffes, indem die verschiedenen Aspekte des Begriffes einer Analyse und Systematisierung unterzogen werden. Denn fraglich ist, ob von "der" gesellschaftlichen Verantwortung überhaupt gesprochen werden kann, oder ob der Begriff vielmehr einen Optionenraum eröffnet, den jedes Unternehmen selbst für sich ausgestalten muss. Daher schließt die Arbeit mit einer Untersuchung, wie eine vergleichbare Gruppe von Unternehmen, die deutschen Automobilhersteller, den Begriff für sich in der Realität ausgestalten.

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pw-portal.de, Portal für Politikwissenschaft, Hamburg, erschienen 4.1.2011 ()  [ to top ]

"Gruber geht davon aus, dass die Unternehmen der deutschen Automobilindustrie sich aufgrund ihrer exponierten Rolle in der deutschen Wirtschaft besonders mit dem Thema Corporate Social Responsibility (CSR), also der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung durch Unternehmen, konfrontiert sehen. Sie bilden daher den Kern ihrer empirischen Analyse. Den Begriff der gesellschaftlichen Verantwortung versteht sie als ein offenes Konstrukt, das erst durch die Benennung seiner verschiedenen Relationen konkretisiert werden könne. Sie fragt, in welchem Maße sein ethischer Anspruch auf Unternehmen übertragbar sei und ab wann von deren kollektiver Verantwortung gesprochen werden könne. Die deutschen Automobilhersteller begreift die Autorin in einem Spannungsfeld zwischen einer starken nationalen Aufmerksamkeit und dem Wettbewerbsdruck internationaler Märkte. Gruber stellt fest, dass die divergierenden Ansprüche zwischen ethischer und ökonomischer Realität in der Substanz zwar nicht miteinander zu vereinbaren seien. Trotzdem stünden die Automobilhersteller vor dem Hintergrund wachsender Umweltprobleme vor der Herausforderung des Nachweises einer nachhaltigen Mobilität; folgerichtig nehmen ökologische Themen in der CSR-Arbeit eine hervorgehobene Position ein. Die Autorin sieht hierfür allerdings unterschiedliche Motive, die sich einerseits aus einer moralischen Selbstverpflichtung, andererseits aus einem wettbewerbsorientierten Hintergrund generierten. Darüber hinaus hebt Gruber hervor, dass die Unternehmen ihr Engagement im Kern als freiwillig ansähen und sich gegen die Übernahme jeglicher ordnungspolitischer Verantwortung wehrten.


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the author
Dr. Katrin Annette Gruber
studierte Betriebswirtschaftslehre mit einem internationalen Fokus in Deutschland, Frankreich und England. Ihre Doktorarbeit schrieb sie am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Unternehmensethik von Prof. Dr. Michael S. Aßländer an der Universität Kassel. Derzeit arbeitet sie in München.
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