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Saturday, May 19, 2012
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Der öffentliche Wirtschaftssektor als Quelle der Wertschöpfung in einer Volkswirtschaft
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Christina Schaefer, Lothar Streitferdt

Der öffentliche Wirtschaftssektor als Quelle der Wertschöpfung in einer Volkswirtschaft

14 pages · 5.64 EUR
(October 2002)

 
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Aus der Einleitung:

Die Volkswirtschaft besteht aus einem System von Quellen der Wertschöpfung (Betrieben) und Senken der Wertschöpfung (Haushalten), in denen das Einkommen den Präferenzen entsprechend verwendet wird, um Güter und Dienstleistungen von Betrieben zum Gebrauch und/oder Verbrauch zu erwerben oder zu sparen. Die Abgrenzung der Haushalte von den Betrieben ist allerdings sehr schwierig. Denn zum einen wird in einem gewissen Umfang auch in den Haushalten produziert und zum anderen gibt es auch „Konsum in der Produktion“, was zum Beispiel heißen kann, dass die Tätigkeit in Betrieben den Wohlstand erhöhen kann, Wohlstandssteigerung also nicht nur durch Konsum in Haushalten geschieht. Schwierig ist es auch, die Wertschöpfung für die verschiedenen Wirtschaftssektoren einer Volkswirtschaft zu definieren, weil zum Beispiel bei Banken und Versicherungen geklärt werden muss, worin genau ihre Dienstleistung besteht. Und schließlich kann es auch unterschiedliche Arten von Haushalten geben, die mehr oder weniger stark zugleich in die betriebliche Produktion eingebunden sind.

Im folgenden formulieren wir ein theoretisches Konzept, das nach unserer Auffassung gut geeignet ist, Definitionen und Präzisierungen abzuleiten, um einen geschlossenen Wertschöpfungskreislauf abzubilden. Damit ergibt sich eine gute Möglichkeit die volkswirtschaftliche Kreislaufrechnung zu verbessern, sie informativer und entscheidungsorientierter zu gestalten. Das gilt vor allem für den öffentlichen Wirtschaftssektor, der überwiegend nicht zu den Wertschöpfungsquellen sondern zu den Wertschöpfungssenken gerechnet wird. So gibt es zum Beispiel bei Systematisierungen der Betriebe in den betriebswirtschaftlichen Lehrbüchern regelmäßig den öffentlichen Wirtschaftssektor nicht, oder nur zum Teil, in der Form von öffentlichen Betrieben. Der Kernbereich der öffentlichen Verwaltung wird fast ausschließlich nicht zu den Wertschöpfungsquellen gerechnet, obwohl auch in diesem Bereich Faktoreinkommen entsteht.


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the authors
Prof. Dr. Lothar Streitferdt
Lothar Streitferdt Direktor des Instituts für Öffentliche Wirtschaft und Personalwirtschaft der Universität Hamburg
Christina Schaefer
Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Öffentliche Wirtschaft und Personalwirtschaft der Universität Hamburg