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Friday, October 20, 2017
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Die Regulierung von Schuldverhältnissen als normative Quelle in Marktgesellschaften
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Die Regulierung von Schuldverhältnissen als normative Quelle in Marktgesellschaften

23 pages · 4.49 EUR
(July 2011)

 
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Aus der Einleitung:

Zentrale These dieses Artikels ist, dass die erfolgreiche Etablierung von politischen Verfahren zur Regulierung von Überschuldung eine Quelle des normativen Zusammenhalts in funktional ausdifferenzierten Gesellschaften bilden kann. Empirische Grundlage ist die Analyse der politischen Regulierung des rechtlichen Dilemmas der Überschuldung, die entsteht, wenn die zukünftigen Ansprüche an Schuldner derart überborden, dass gegenwärtige Handlungsoptionen vollkommen erstickt werden. Diese Gleichzeitigkeiten von ungleichzeitigen Ansprüchen dürften sich in einer zunehmend kreditbasierten Geldwirtschaft häufen. Der Artikel schließt unmittelbar an ein Argument von Helmut Dubiel an, wonach die Zivilisierung von unteilbaren Konflikten zur Quelle des normativen Zusammenhalts einer Gesellschaft wird, weil überstandene Streitigkeiten fundamentalen Charakters sich zu einem belastbaren Fundament für zukünftige Auseinandersetzungen in einem gemeinsamen politischen Raum zusammenfügen: Das Wissen um erfolgreich überwundene Konflikte der Vergangenheit stärkt das wechselseitige Vertrauen in zivile Konfliktlösungen für die Zukunft. Argumentativer Ausgangspunkt bildet die Kontrastierung des marktwirtschaftlichen Konkurrenzbegriffs bei Georg Simmel mit der klassenantagonistischen Konzeption bei Karl Marx, weil Simmels Analysen erklären können, warum materielle Interessenkonflikte sich nicht zu einem sozialen Bürgerkrieg aufkumulieren.


quotable essay from ...
(Un)Gleichzeitigkeiten: Die demokratische Frage im 21. Jahrhundert
Andreas Langenohl, Jürgen Schraten (Hg.):
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Dr. Jürgen Schraten
Jürgen Schraten

lehrt seit 2006 Soziologie an der Universität Gießen, gegenwärtig als Professurvertretung für Mediensoziologie. Er ist Studiengangsentwickler des Masters “Gesellschaft und Kulturen der Moderne” und hat Arbeits- und Forschungsschwerpunkte in der Wirtschafts- und Rechtssoziologie, Gesellschaftstheorie sowie Psychoanalyse und deren Kritik.

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