Stephan Märkt und Walter Schmidt
24 pages · 5.45 EUR
(May 2005)
Aus der Einleitung der Herausgeber:
Stephan Märkt und Walter Schmidt würdigen einerseits den grundsätzlichen Forschungsansatz der evolutorischen Ökonomik, die Dynamik wirtschaftlicher Wirklichkeiten theoretisch einzuholen und diese in den Mittelpunkt des Interesses zu stellen. Sie argumentieren andererseits jedoch, dass das Theorieprogramm der evolutorischen Ökonomik im besonderen Maße hinsichtlich der normativen Zielsetzungen in ihren handlungs- und erkenntnistheoretischen Annahmen besser durchdacht werden muss. Defizite identifizieren Märkt und Schmidt insbesondere hinsichtlich der Vernachlässigung von Werten und moralischen Normen, ohne die Märkte nicht funktionieren können, sowie hinsichtlich einer einseitig an Anreizsystemen ausgerichteten Institutionentheorie, die übersieht, dass Handeln und Innovation auf mehr beruhen als auf exogenen Anreizen. Es wird vorgeschlagen, auch den Bedingungen für die Herausbildung bestimmter Fähigkeiten, einem „Handeln-Können“ größeres Gewicht bei der institutionellen Ausgestaltung von Wirtschaftssystemen beizumessen.