Alihan Kabalak und Birger P. Priddat
32 pages · 6.84 EUR
(December 2010)
Aus dem Schlußteil:
Es reicht, hier festzuhalten, dass die frames in Institutionen und Netzwerken konfirmiert werden, in familienähnlicher Ausrichtung. Und dass wir es mit emotiven Trajektorien zu tun haben, die, wechselseitig gestützt, ein Maß an sozialer Objektivation erzeugen, deren emotionale Basis man nicht mehr weiß, weil alle zugleich auf ihr fußen. Das, was in den Kognition-/Affekten-Systemen der neuroökonomisch modernisierten Akteure ambivalent bleibt, wird in den Institutionen als fait social konfirmiert (und in den Netzwerken kommunikativ).
Das ist der Stand der Erörterungen über das Verhältnis von Kognition und Emotion: es geht nicht mehr um Reformulierungen des rational actors (in an extended mode), sondern um seine institutionale oder Netzwerk-Einbettung. Innerhalb dieser Regel- bzw. Kommunikationsarenen können viele differente Akteurstypen agieren, auch heterogen. Man ahnt, welche Forschungen anstehen.