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Tuesday, May 22, 2012
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Kooperation als Entdeckungsverfahren
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Roland Czada

Kooperation als Entdeckungsverfahren

Überlegungen zum Innovationspotenzial assoziativen Handelns

36 pages · 7.23 EUR
(August 2001)

 
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Aus der Einleitung:

Der Titel „Kooperation als Entdeckungsverfahren“ könnte leicht als Anmaßung verstanden werden, weil er an den berühmten Vortrag von Friedrich A. Hayek aus dem Jahre 1968 „Wettbewerb als Entdeckungsverfahren“ anknüpft. Diese Assoziation ist beabsichtigt. Jedoch soll hier nicht Hayeks Lob des Wettbewerbs widerlegt werden. Dieser Versuch wäre in der Tat vermessen. Statt dessen geht es um die Frage, ob es neben dem Wettbewerb weitere Handlungsorientierungen beziehungsweise Formen der Koordination gibt, die in ähnlicher oder anderer Weise innovativ sind. Allein von Wettbewerbsbeziehungen neue und bessere Problemlösungen zu erwarten, erscheint nicht weniger anmaßend als der Versuch, Hayeks gedanklich zugespitzte und durchaus politisch gemeinte Botschaft einer kritischen Betrachtung auszusetzen. Vor allem die strikte Gegenüberstellung von Planhierarchien einerseits und Wettbewerbsmärkten andererseits erweist sich dem heutigen Leser sehr rasch als Achillesferse in Hayeks Argumentationsgang. Hybride Interaktionsformen, Assoziationen und soziale Netzwerke, die seit geraumer Zeit als ideale Umgebungen für Innovationen genannt werden, kommen in seiner Argumentation nicht vor. Dabei erscheinen sie ebenso gut, wenn nicht sogar reibungsloser in der Lage, verteiltes Wissen zu sammeln, zu kombinieren und daraus neue Problemlösungen entstehen zu lassen.


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Prof. Dr. Roland Czada
Roland Czada 1995 - 2002: Professor für Politikfeldanalyse und Verwaltungswissenschaft an der FernUniversität Hagen. 2001/2002: Willy-Brandt Lehrstuhl für Transformationsforschung, Graduate School in Humanities, Universität Kapstadt. Ab 2002: Professor für Staat und Innenpolitik am Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück. 2003: Gastprofessor am Forschungsinstitut für Sozialwissenschaften an der Universität Tokio.