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Tuesday, May 22, 2012
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Mehr Lebenszufriedenheit durch nachhaltigen Konsum?
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Mathias Binswanger

Mehr Lebenszufriedenheit durch nachhaltigen Konsum?

9 pages · 3.72 EUR
(December 2010)

 
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Aus der Einleitung:

Neuere empirische Forschungen zum Thema Glück und Zufriedenheit (subjektives Wohlbefinden) der Menschen in entwickelten Ländern haben folgendes aufgezeigt: Wenn das Bruttoinlandprodukt pro Kopf einmal ein bestimmtes Niveau erreicht hat, dann macht weiteres Wachstum die Menschen nicht mehr glücklicher oder zufriedener. Das Glücksempfinden stagniert und zwar in allen Ländern, für die langfristige Daten (über mehrere Jahrzehnte) vorliegen. In den USA werden solche Daten seit dem zweiten Weltkrieg regelmässig erhoben und der Prozentsatz der Menschen, die sich als "sehr glücklich" (very happy) bezeichnen, liegt mehr oder weniger konstant bei etwa 30 Prozent, obwohl sich das Bruttoinlandprodukt pro Kopf in diesem Zeitraum real etwa verdreifacht hat. Noch extremer ist der Fall in Japan, wo sich das BIP pro Kopf seit 1950 mehr als versechsfacht hat, aber das Glücksempfinden ebenfalls konstant blieb. Es scheinen Mechanismen zu existieren, die in entwickelten Ländern einer Zunahme des subjektiven Wohlempfindens mit dem Wirtschaftswachstum entgegenwirken. Diese Mechanismen lassen sich als Tretmühlen interpretieren, da die Menschen, obwohl sie stets einem höheren Einkommen hinterherrennen, glücksmässig an Ort und Stelle treten.


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the author
Prof. Dr. Mathias Binswanger
Mathias Binswanger Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten. Habilitation und Privatdozent an der Universität St. Gallen. Außerdem Vorlesungen an der Universität Basel. Gastprofessuren an der Technischen Universität Freiberg in Deutschland, an der Qingdao Technological University in China und der Banking University in Saigon. Zahlreiche Publikationen in Fachzeitschriften als auch in der Presse. Forschungsschwerpunkte: Makroökonomie, Finanzmarkttheorie, Umweltökonomie sowie Erforschung des Zusammenhangs zwischen Glück und Einkommen.