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Tuesday, December 12, 2017
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Normativität und Governance

Gesellschaftstheoretische und philosophische Reflexionen der Governanceethik

"Studien zur Governanceethik"  · volume 3

176 pages ·  22.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 3-89518-521-3 (September 2005 )

 
 

Mit der im Jahre 1999 erschienenen "Ethik der Governance" hat Josef Wieland die ökonomischen und organisationstheoretischen Grundlagen zeitgenössischer Wirtschafts- und Unternehmensethik neu erarbeitet. In diesem Buch untersucht er die normativen Grundlagen der Governanceethik.

Einerseits ist damit die Möglichkeit von Normativität in Gesellschaften zur Debatte gestellt, die ihre funktionale Differenzierung nicht hintergehen können. Das Buch argumentiert dafür, dass diese Möglichkeit im Vollzug partikularisierter und temporalisierter Transaktionen gegeben ist. Andererseits ergibt sich daraus eine Reihe von Anschlussfragen, die sich auf die Entwicklung einer Theorie moralischer Anreize und der Tugend individueller und kollektiver Akteure bezieht. Die Analyse und Klärung dieser Fragen zeigt, dass die Governanceethik eine starke Tugendethik ist. Im Verlauf der Untersuchungen werden die gesellschaftstheoretischen, philosophischen und methodologischen Grundlagen der Governanceethik - und damit zugleich wesentliche Aspekte jeder modernen Wirtschafts- und Unternehmensethik - herausgearbeitet und in den Horizont neuer Forschungsfragen gestellt.

Für seine Arbeiten zur Governanceethik wurde der Autor mit dem Landesforschungspreis 2004 des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

zfwu - Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik, 2008, Heft 2 ()

"Josef Wieland hat mit diesem Buch weitere Überlegungen zur Governanceethik vorgelegt. Die Entwicklung der Governanceethik ist meines Erachtens für den wirtschafts- und unternehmensethischen Diskurs von besonderem Interesse, weil Wieland es mit diesem Konzept geschafft hat, einen weiteren - durchaus sehr ernst zu nehmenden - Ansatz in die wirtschafts- und unternehmensethische Theorienlandschaft einzubringen und den Anwendungsbezug, der für eine spezielle Ethik nicht unwesentlich sein dürfte, in seinem Konzept besonders zu berücksichtigen. ...

In seiner Habilitationsschrift hat Wieland in Anlehnung an Williamson einen Schwerpunkt auf die Ausarbeitung der Atmosphäre ökonomischer Transaktionen gelegt, sowie diese in ein systemtheoretisches Gesellschaftskonzept gestellt (vgl. Wieland 1996). Die Ethik der Governance konnte darauf aufbauen und stellte sich als ein theoriestringentes, schlüssiges Konzept dar. Allerdings wurden kritische Anfragen im Laufe der Rezeption an die Governanceethik gestellt, wobei die dringlichsten Fragen in Richtung des von der Governanceethik vertretenen Ethikverständnisses, des Anwendungs- und Begründungsverhältnisses sowie auf die genauere gesellschaftstheoretische Einbettung zeigten. Während Wieland die Governanceethik als eine "deskriptive und kontextuelle Ethik" mit einem strikten Anwendungsbezug bezeichnete und für eine strikte Trennung von Anwendung und Begründung plädierte, wurden zu diesem Zeitpunkt keine weiteren gesellschaftstheoretischen und genuin ethischen Fragen behandelt. Wieland hat den Zusammenhang zwischen Begründung und Anwendung bereits konkretisiert, bzw. genauer entfaltet, jedoch sind die beiden anderen Themen bisher gewissermaßen liegen geblieben, so dass mit der vorliegenden Veröffentlichung die Hoffnung des Lesers verbunden ist, dass die offenen Punkte der Governanceethik hier genauer behandelt werden. ...

Auch wenn ich nach Lektüre dieses Buches nicht der Überzeugung bin, dass die offenen philosophischen und gesellschaftstheoretischen Fragen rund um die Governanceethik geklärt sind, so zeigt die Auseinandersetzung doch das Interesse und die Weitsichtigkeit des Autors, den Ansatz der Governanceethik zu vertiefen und argumentativ in Stellung zu bringen. Nach wie vor ist es m. E. Wielands Stärke, unternehmensethische Fragestellung so zu formulieren, dass sowohl Ökonomen als auch Praktiker an seine Überlegungen anschlussfähig sind. Besonders hervorzuheben sind die diversen feinen konzeptionellen Weiterentwicklungen der Governanceethik. Allerdings dokumentiert dieses Buch weiterhin auch den Charakter der Governanceethik als work in progress, der insbesondere im ethischen Bereich weiterhin explorativ ist und m. E. noch nicht systematisch entfaltet wurde. Insofern können wir auf die wieteren Überlegungen Wielands sehr gespannt sein und dies gilt sowohl für die gesellschaftstheoretischen als auch die philosophischen Reflexionen der Governanceethik."



ZPol-Bibliografie 3/2006, S. 1216 ()

Durch die jüngere Governance-Diskussion hat auch das Thema Wirtschaft und Moral eine Renaissance erlebt, was sich in Konzepten wie Corporate Citizenship oder Corporate Social Responsibility ausdrückt. Im Sinne eines politisch-ökonomischen Netzwerks wird Unternehmen eine "politische Bürgerrolle" (12) und eine "wesentliche gesellschaftliche Steuerungsaufgabe" (15) zugeschrieben. Der Ökonom Wieland entfaltet in seiner philosophischen Abhandlung verschiedene - systemtheoretisch begründete - Thesen zur Wirtschafts- und Unternehmensethik. Ein besonderes Anliegen besteht darin aufzuzeigen, dass der normative Gehalt einer Governance-Ethik im Governance-Begriff selbst enthalten ist. Auf diesen Überlegungen aufbauend entwickelt Wieland anschließend Eckpunkte einer Theorie der moralischen Anreize. Die Arbeit weist zwar vereinzelt politikwissenschaftliche Bezüge auf, im Mittelpunkt stehen aber Fragen zum moralischen Engagement von Unternehmen als kollektive Akteure.


the author
Prof. Dr. Josef Wieland
Josef Wieland Josef Wieland is Professor of Institutional Economics – Organizational Governance, Integrity Management & Transcultural Leadership and Director of the Leadership Excellence Institute Zeppelin (LEIZ) at Zeppelin University, Germany. [more titles]
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  • "so zeigt die Auseinandersetzung doch das Interesse und die Weitsichtigkeit des Autors, den Ansatz der Governanceethik zu vertiefen und argumentativ in Stellung zu bringen." ...
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  • "Die Arbeit weist zwar vereinzelt politikwissenschaftliche Bezüge auf, im Mittelpunkt stehen aber Fragen zum moralischen Engagement von Unternehmen als kollektive Akteure." ...
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