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Friday, June 23, 2017
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Perspektiven einer Wirtschaft ohne Wachstum

Adaption des kanadischen Modells LowGrow an die deutsche Volkswirtschaft

"Hochschulschriften"  · volume 155

407 pages ·  34.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-7316-1265-0 (March 2017 )

 
 

Der zentrale Stellenwert, den Wirtschaftswachstum in den Wirtschaftswissenschaften, aber auch in Medien, Politik und der Öffentlichkeit einnimmt, wird angesichts der massiven Überschreitung ökologischer Grenzen sowie des schwindenden Zusammenhangs von Wirtschaftswachstum und Lebensqualität zunehmend infrage gestellt. Hinzu kommt, dass in vielen frühindustrialisierten Ländern, so auch in Deutschland, die Wachstumsraten des Bruttoinlandsproduktes seit Jahrzehnten rückläufig sind. Einen "Plan B" für die Zeiten ohne Wirtschaftswachstum gibt es jedoch nicht. Insbesondere wirtschaftswissenschaftliche Analysen dieser für die Stabilität von Gesellschaft und Umwelt dringend benötigten Konzepte einer "Postwachstumsgesellschaft" sind bisher rar. Genau diese Leerstelle füllt das Buch. Es geht der Frage nach, ob und wie eine solche Perspektive denkbar ist und welche wirtschaftspolitischen Maßnahmen hierfür angemessen sind.

Hierfür verortet der Autor das Thema innerhalb gängiger Wachstumstheorien und zeigt, dass diese auch für nicht wachsende und schrumpfende Volkswirtschaften gangbar gemacht werden können. Das Herzstück der Arbeit ist die Entwicklung des systemdynamischen makroökonometrischen Modells "Wirtschaft ohne Wachstum" (WOW). Das Modell steht in der Tradition eines der wenigen Modelle, das bisher eine Wirtschaft ohne Wachstum modelliert hat: das Modell LowGrow des kanadischen Ökonomen Peter Victor.

Der Autor untersucht und vergleicht mittels einer makroökonomischen Modellierung Szenarien mit wenig, keinem und "negativem" Wachstum und veranschaulicht, dass eine sozioökonomisch stabile Entwicklung innerhalb absoluter ökologischer Grenzen möglich ist - sowohl mit einem nicht wachsenden als auch mit einem schrumpfenden Bruttoinlandsprodukt. Die Arbeit zeigt zudem positiv auf, wie produktiv theoretischer und methodischer Pluralismus gerade bei der Untersuchung neuer Fragestellungen - in diesem Fall der Funktionsweise einer Wirtschaft ohne Wachstum - sein kann. Durch die Untersuchung wird deutlich, dass sich die Wirtschaftswissenschaften von der einseitigen Fokussierung auf Wirtschaftswachstum befreien und einen wertvollen Beitrag zu einer der wichtigsten Fragestellungen der heutigen Zeit liefern können: Wie kann die Transformation der Gesellschaft hin zu einem "Wohlstand ohne Wachstum" vonstattengehen, einer Gesellschaft, die sich innerhalb absoluter ökologischer Grenzen entwickelt und Wohlstand und Lebensqualität neu definiert?


the author
Dr. Christoph Gran
Christoph Gran Promotion in Oldenburg (Prof. Dr. Niko Paech) und Heidelberg (Prof. Dr. Hans Diefenbacher). Forschungsschwerpunkte: Plurale Ökonomik, Ökologische Ökonomik, Makroökonomische Modellierung von Postwachstum, transformative Wirtschaftswissenschaften und Geschichte des ökonomischen Denkens.
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