Karl Betz, Tobias Roy (Hg.)
"Studien zur Monetären Ökonomie" · volume 24
350 pages · 29.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 3-89518-258-3
(November 1999)
Description
Mit ihrer Arbeit »Eigentum, Zins und Geld« erheben Gunnar Heinsohn und Otto Steiger den Anspruch, ein neues, eigenständiges Paradigma für eine ökonomische Theorie vorgelegt zu haben. Die in diesem Band dokumentierte Diskussion überprüft diesen Anspruch anhand folgender Kriterien: Erfüllt ihre Theorie die Kriterien eines ökonomischen Paradigmas? Wie verhält sie sich zu den bestehenden Theorien? Ergeben sich aus ihrem Ansatz progressive Problemverschiebungen? Welche wirtschaftspolitischen Implikationen hat ihr Zugang? Mit welchen Bedeutungen werden die von ihnen verwendeten ökonomischen Begriffe aufgeladen und inwieweit verdanken sich ihre Ergebnisse den daraus resultierenden Bedeutungsverschiebungen?
Der Ansatz der Privateigentumswirtschaft: Heinsohn/Steiger: Was ist Wirtschaften? · Stadermann: Wesentliche Eigenschaften der Währung und des Geldes. · Geld- und werttheoretische Kritik: Heering: Genese von Zahlungsmitteln in Marktökonomien · Riese: Die Apokryphen des Gunnar Heinsohn und Otto Steiger · Roy: Eigentum, Besitz und die regulation by panics in der Theorie von Heinsohn/Steiger · Die Konsequenzen für die Wirtschaftspolitik: Herr: Die Rolle des Eigetums im Transformationsprozeß · Aldenborg: Über die Bedeutung des Eigentums für den Aufbau des Geldmarktes in Slowenien · v. Thadden: Zentralbank-Defekt vs. Zentralbanktheorie-Defekt? · Niquet: Die gegenwärtige Wirtschaftskrise im Licht divergierender theoretischer Ansätze · Methodologische Fragen: Köllmann: Methodologische Anmerkungen zu Heinsohn/Steiger · Muchlinski: Eigentumsprämie, Liquiditätsprämie und Property Rights · Diskussion und Repliken.
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Das ist zwar hart, aber keineswegs das letzte Wort. Die derart Angegriffenen erhielten Gelegenheit, sich zu den Vorwürfen und Kritiken zu äußern, wovon sie dann auch wortreich Gebrauch machten (vgl. S. 311 ff.). Es ist hier nicht der Ort, die dabei vorgetragenen Positionen und Gegenpositionen bewertend zu kommentieren. Aber soviel soll gesagt werden: Auch die Kritiker sind in ihren Argumentationen keineswegs frei von Schwächen und Fehlern.
Den größten Gewinn zieht der unvoreingenommene Leser aus der Lektüre dieses Buches, wenn er sich keiner der hier vertretenen Auffassungen anschließt, sondern dem Streit der Kontrahenten einfach nur zuschaut - wie einst die Chinesen dem Kampf der Tiger in der Tiefe der Schlucht. Das sehen auch die Herausgeber so, indem sie empfehlen, der Leser möge sich 'über die Validität der ausgetauschten Argumente selbst ein Urteil bilden' (S. 16). Dies wird jedoch, ohne daß dafür bestimmte Voraussetzungen gegeben sind, kaum möglich sein. Insofern sei davor gewarnt, dieses Buch ohne fachliche Vorkenntnisse zu lesen. Neben dem hier diskutierten und damit ohnehin vorausgesetzten Werk von Heinsohn und Steiger, das in einer umfänglichen Bibliographie (vgl. S. 55 bis 71) dokumentiert wird, ist dazu auch die Kenntnis der klassischen, neoklassischen, keynesianischen und monetärkeynesianischen Grundauffassungen zum Geld von Nutzen, wenn nicht gar unabdingbar. Auf dieser Grundlage läßt sich dann aus der Lektüre viel lernen, denn die hier vorgetragenen Argumente besitzen alle eine bestimmte Plausibilität und theoretische Tiefe. Wo trotz aller Überzeugungskraft und Stringenz doch noch Schwachstellen zu finden sind, zeigt die jeweilige Gegenposition auf. ..."