Peter Seele
17 pages · 5.84 EUR
(February 2010)
Aus der Einleitung der Herausgeber:
Peter Seele führt in seinem Beitrag anhand einer Lektüre (pseudo-)aristotelischer Schriften vor, wie aufschlussreich und aktuell Vorgänge der antiken Wirtschaftspolitik erscheinen können. Nachdem der Autor zunächst die bewegte Geschichte und Zuschreibungsfragen der seit dem Mittelalter unter dem Titel Oikonomika zusammengefassten Bücher diskutiert, zeigt er entlang von exemplarischen Ausschnitten zahlreiche Parallelen zu gegenwärtigen Problemlagen auf. So scheint es vor dem Hintergrund heutiger Debatten erhellend, dass Heiligtümer wie Profitcenter zu Aufbesserung der Staatskassen genutzt wurden, antike Besteuerungsmaßnahmen wie Fallstudien für rent-seeking-Theorien wirken können und schließlich in der Antike offenbar bereits ein sehr ausgeprägtes Verständnis für den reinen Funktionswert des Geldes herrschte.