Mark Euler
49 pages · 11.64 EUR
(February 2010)
Aus der Einleitung der Herausgeber:
Im ersten Kapitel geht Mark Euler von der Frage aus, ob es eine gemeinsame Basis, einen logischen Kern der verschiedenen philosophischen Richtungen und Theorien, die später dann auch zur Grundlage sozialwissenschaftlicher Modelle des Menschen wie dem homo oeconomicus wurden, geben kann. Zur Klärung dieser Frage zieht er neue Ansätze der analytischen Philosophie wie den Interpretationismus zu Rate, da diese sich mit dem Problem beschäftigen, wie von etwas als diesem etwas überhaupt gedacht werden kann. In der basalen Distinktionslogik wiederum sieht er den gemeinsamen Kern dieser neueren Ansätze und nutzt diese daher dann, um zeigen, dass aus logischer Notwendigkeit heraus immer Unterscheidungen getroffen werden müssen, damit von etwas überhaupt gedacht werden kann. Dies wiederum bedarf immer mindestens zweier Begriffe: einem Unterschiedenen und dem, wovon es unterschieden wird. Diese Tatsache verwendet er dann, um deutlich zu machen, dass somit auch Individuen nie solipsistisch denkbar sind, sondern nur als homo interagens, als sich in Interaktionen definierende Menschen, was für die Rekonstruktion des homo oeconomicus und die Ökonomik generell weitreichende Folgen hat. Diese skizziert er dann im weiteren Verlauf und gibt einen Ausblick auf eine oeconomia nova, die diese Gedanken aufgreift.