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Samstag, 20. Oktober 2018
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Die Zukunft der Europäischen Währungsunion

Kritische Analysen

174 pages ·  19.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-89518-926-5 (July 2012 )

 
 
Vor dem Hintergrund der aktuellen Krise der Europäischen Währungsunion mangelt es an konstruktiver Kritik. Dabei wird verkannt, dass die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion von Anfang an ein umkämpftes Projekt war, welches verschiedene politische Gestaltungsoptionen offenlässt. Aktive Einmischung ist also erforderlich, auch von wissenschaftlicher Seite. Dem dient dieses Buch. Arne Heise untersucht in seinem Beitrag die Entwicklung des EU-Governance-Systems vor dem Hintergrund der Weltfinanzkrise. Karlheinz Ruckriegel konzentriert sich in seiner Untersuchung auf das geldpolitische Gegenstück der EU-Governance-Reformen, das Verhalten der EZB während der Finanzkrise, die für ihn die Eurokrise mit einschließt. Heike Joebges und Camille Logeay analysieren in ihrem Beitrag Deutschlands Anteil an Stabilitätsproblemen im Euroraum. Steffen Lehndorff geht in seinem Beitrag auf die tieferen Ursachen für die politisch-ökonomische Dominanz Deutschlands in der europäischen Krise ein und zeigt die Risiken auf, die damit für das europäische Projekt verbunden sind. Die Auswirkungen, die die Einführung des Euros und seine aktuelle Krise auf die schweizerische Wirtschaft und die schweizerische Geldpolitik hatten und aktuell haben, werden von Armin Jans untersucht. In seinem Beitrag fordert Stefan Ederer schließlich umfassende Lösung für die Krise in der Europäischen Währungsunion.


Thomas Sauer
Hat die Europäische Währungsunion eine Zukunft? Eine Einführung

Arne Heise
European Governance: "The EU gets tough" - Institutionelle Reformen nach der Weltfinanzkrise

Karlheinz Ruckriegel
Das Verhalten der EZB während der Finanzmarktkrise(n) - update

Heike Joebges und Camille Logeay
Deutschlands Anteil an Stabilitätsproblemen im Euroraum

Steffen Lehndorff
Der deutsche Kapitalismus in der europäischen Krise - Ein skeptischer Blick von links

Armin Jans
Der Euro und die Eurokrise aus Sicht der Schweiz

Stefan Ederer
Die Krise in der Europäischen Währungsunion erfordert eine umfassende Lösung
Portal für Politikwissenschaft, veröffentlicht am 13.02.2013, abgerufen am 01.03.2013 ()

"Anstoß zu diesem Sammelband mit sechs volkswirtschaftlichen Beiträgen gab eine Fachkonferenz im Mai 2011. Der Herausgeber gesteht gleich in seiner Einleitung ein, was für viele Kompilationen zu diesem Thema gilt: Die Frage "nach der Zukunft der Europäischen Währungsunion [...] ist in dem Moment, in dem dieses Buch erscheint, nicht leicht zu beantworten" (7). Trotzdem gelingt es dem Band mit seinen eher politökonomischen Beiträgen, Aspekte auch jenseits der ausschließlichen Staatsschulden-Fixierung der reinen Mainstream-Ökonomie zu beleuchten. Dazu trägt an prominenter Stelle der Beitrag von Arne Heise bei, der das Governance-System der EU im Bereich der Wirtschaftspolitik vor und nach der Krise analysiert und in seine Einzelteile zerlegt. Dabei geht er dankenswerter Weise auch auf die ideengeschichtliche Entwicklung ein und arbeitet heraus, dass die "marktschaffende 'negative' Integration deutlich weiter vorangekommen" ist als die "marktkorrigierende 'positive' Integration" (25). Wie Heike Joebges und Camille Logeay in ihrem Beitrag problematisiert auch Heise die Thematik der Leistungsbilanzungleichgewichte innerhalb der Europäischen Union als eigentlichen Kern der gegenwärtigen Krise. Vor diesem Hintergrund konstatiert er zu Recht, dass die "finanzpolitische 'Old View'", die von einer "simplen Korrelation von Defizit- und Schuldenstandsreduktion" (30) durch Kürzungen von konsumtiven sozialen Ausgaben ausgeht, die EU-weit "aggregierte Nachfrage unter Druck bringen" (31) wird. Heise kommt zu dem Ergebnis, dass ein "paradigmatischer Politikwechsel im erweiterten EU-Governance-System" (36) im Zuge der Krise ausgeblieben ist. Karlheinz Ruckriegel problematisiert in seinem Beitrag das Verhalten der EZB während der Finanzkrise und verweist dabei - eindrücklich empirisch untermauert - auf den Umstand, dass der Interbankenhandel bis heute Störungen aufweist. Gleichzeitig gibt er der EZB aufgrund der von ihr forcierten Geldmengenausweitung eine Mitschuld an der Blasenbildung in den Jahren 2000 bis 2008. Aber auch die Uneinigkeit im EZB-Rat und -Direktorium - als Ausdruck eines Widerstreits der gegensätzlichen volkswirtschaftlichen Paradigmen - hätten das Glaubwürdigkeitsproblem der Zentralbank weiter befördert. Damit sei die Bank als Stabilisator und "letzte Instanz" (66) für die panischen Finanzmärkte nur bedingt vertrauenswürdig gewesen. Joebges und Logeay richten in ihrem ebenfalls sehr lesenswerten Beitrag das Augenmerk auf die Rolle der Bundesrepublik als Mitverursacher der Leistungsbilanzungleichgewichte im Euroraum."


Der Autor
Prof. Dr. Thomas Sauer
Thomas Sauer

Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Jena.

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