sprache deutsch
sprache english
» shopping cart
0 article(s) - 0.00 EUR


Donnerstag, 19. Juli 2018
 welcome page » methodology 
quick search

methodology


Homo Oeconomicus und Menschenbild

Form und Wesen einer beachtenswerten Spannung

226 pages ·  34.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-7316-1023-6 (July 2013 )

Hardcover

 
 
Wohl kein anderes Konzept wird derzeit so heftig diskutiert und so offen in Frage gestellt wie das des rationalen und eigeninteressierten Akteurs: Homo Oeconomicus. Dieses Buch lässt seine Befürworter und Kritiker gleichermaßen zu Wort kommen. Es sortiert ihre Argumente und zeigt, dass ihr Konflikt letztlich unvermeidlich ist, insofern jede einzelwissenschaftliche Beschreibung des Menschen, sei diese nun physikalischer, medizinischer oder eben ökonomischer Art, zwangsläufig reduzierenden Charakter haben muss. Die Gefahr der damit einhergehenden 'Verkürzung' des Menschen auf das, was im Lichte seiner ökonomischen Beschreibung von ihm übrig bleibt, ein bloßer 'Homo Oeconomicus', wird dadurch ebenso erkennbar wie die bemerkenswerte Chance, welche dieses Konzept gleichwohl bietet: Paradoxerweise ist es nämlich gerade ein sinnvoll interpretierter Homo Oeconomicus, der es ermöglicht, jene gesellschaftlichen Phänomene und Prozesse als deren Urheber sich der Mensch zwar selbst begreift, deren Bewältigung er aber als Einzelner häufig machtlos gegenübersteht - von der Logik internationaler Märkte bis hin zu Schuldenkrise oder Klimawandel - nachvollziehbar zu erklären und mittels rationaler Argumente der kollektiven Gestaltung zugänglich zu machen.
AKAD. Das Hochschulmagazin, 26, April 2014, S. 8 ()

Klaus Jürgen Kerscher greift in seiner Dissertation die aktuelle Diskussion um das lange in der Ökonomie vorherrschende Bild des idealtypischen und rein nutzenorientierten "Homo oeconomicus" auf, dieses "asozialen und amoralischen kalten Kriegers", wie selbst die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (17.2.2013) schreibt. Die Stärke von Kerschers Dissertationsschrift liegt darin, dass sie den Argumenten von Befürwortern und Kritikern des Modells gleichen Rang einräumt und sie verbindet. Wie jede einzelwissenschaftliche Beschreibung des Menschen (etwa in der Medizin) basiert auch dieses ökonomische Ideal auf einer Reduktion. Dennoch ist es sinnvoll anzuzwenden, wenn man seine Grenzen berücksichtigt. Dann biete es, so ein Fazit des Autors, Ansätze, gesellschaftliche Phänomene wie zum Beispiel die Schuldenkrise zu begreifen und nützliche Schlüsse abzuleiten."


Der Autor
Dr. Klaus-Jürgen Kerscher
Klaus-Jürgen Kerscher

(geb. 1978) studierte Betriebswirtschaftslehre an der Katholischen Universität Eichstätt/Ingolstadt und der Universidad de Santiago de Chile. Als Mitarbeiter am Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik e.V. war er ab 2005 mehrere Jahre verantwortlich für die Planung und Durchführung zahlreicher Seminare, Workshops und internationaler Konferenzen im Rahmen des Programms "Building Global Cooperation". Seit 2008 ist er zudem als Lehrbeauftragter für Wirtschafts- und Unternehmensethik an verschiedenen Hochschulen tätig. Dabei spezialisierte er sich auf die Frage der betrieblichen Organisation der Vereinbarkeit von Gewinninteressen und gesellschaftlicher Verantwortung unter den Bedingungen des globalen Wettbewerbs. 2012 schloss er seine Promotion bei Prof. Dr. Suchanek an der HHL Leipzig Graduate School of Management ab.

known reviews by the publisher
  • AKAD. Das Hochschulmagazin, 26, April 2014, S. 8 more...
that may interest you, too