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Montag, 16. Juli 2018
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China Steel Inc. – State-owned and state-run?

An investigation of state-business interaction in the world's largest steel industry

"Economic Studies on Asia"  · volume 8

302 pages ·  49.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-89518-793-3 (June 2010 )

 
 

Over the past decade, the rapid development of the Chinese steel industry has surpassed analysts' expectations both in China and abroad and set new world records in terms of production and trade. Although the rise of Chinese steelmaking mirrors the fast ascent of the overall Chinese economy and basically falls in line with growth trajectories observed in other industrial sectors, many studies have attributed this fast-track development to government intervention. This study aims to offer a comprehensive analysis of the working mechanisms of the Chinese steel industry, its focus being the interaction between steel enterprises and various government agencies. In this context the authors employ the concepts of market-failure and government-failure. In order to provide an accurate and unbiased account of this relationship, the authors base their analysis on an extensive review of official planning documents and financial statements of major steelmakers. Thereby, they try to answer three major questions:

1. What is the nature of state-business nexus in the world's largest steel industry? Who are the relevant actors in this remarkable growth story? What are the mechanisms at work between government agencies and companies that may or may not steer this huge sector in a designated directions?

2. What kind of support does the government offer "its” steel mills? How are the alleged benefits conferred upon companies and what is their extent?

3. What is China's role in the global steel market? In how far does the Chinese steel sector's growth impact upon global trade in finished steel products and raw materials?

pw-portal.de, Portal für Politikwissenschaft, Hamburg, erschienen 4.1.2011 ()

China ist der größte Stahlproduzent weltweit. In den vergangenen 30 Jahren ist die chinesische Stahlproduktion von 25 Millionen Tonnen im Jahr 1970 auf 500 Millionen Tonnen im Jahr 2007 exponentiell gestiegen. Damit entfallen 36 Prozent der globalen Stahlproduktion auf China. Zudem wächst die chinesische Stahlindustrie stärker als die übrige Wirtschaft des Landes. Die Autoren analysieren die politischen Motive hinter dieser Entwicklung im Kontext der chinesisch-europäischen Handelsbeziehungen. Vordergründig könne man diese Entwicklung zwar als ein positives Ergebnis der wachsenden Industrialisierung und Technologisierung des Landes beurteilen, schreiben die Autoren; sie stellen diese Annahme aber infrage. Taube und in der Heiden kommen zu dem Ergebnis, dass die Verflechtungen der chinesischen Stahlindustrie mit dem Staat weit über gemeinsame Entscheidungsprozesse und staatlichen Protektionismus hinausgehen. Sie identifizieren Steuervergünstigungen von 7,6 Billionen Yuan, staatliche Subventionen in Höhe von 2,15 Billionen Yuan sowie besonders günstige Darlehen im Wert von 753 Millionen Yuan. Dies gelte allein für die registrierten Stahlunternehmen Chinas, die aber nur 40 Prozent sämtlicher Stahlunternehmen umfassten. Die Autoren nehmen deshalb an, dass auf die übrigen Unternehmen weitere substanzielle Zuschüsse und Vergünstigungen entfallen. Vor diesem Hintergrund bewerten sie die chinesische Stahlindustrie als staatlich gelenkt. So würden die Produktionskosten durch die staatlichen Zuschüsse und Vergünstigungen künstlich gesenkt. Die Autoren zeigen auf, dass die chinesischen Stahlexporte unsubventioniert teurer wären als die europäischer Produzenten. Sie kritisieren, dass die chinesische Regierung damit das System der freien Marktwirtschaft unterlaufe und im globalen Maßstab Wohlstandsgewinne gefährde.


Die Autoren
Prof. Dr. Markus Taube
Markus Taube

geb. 1965, Professor für Ostasienwirtschaft / China an der Universität Duisburg-Essen.

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Peter in der Heiden
Peter in der Heiden

Studium der Ostasienwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen. Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorant am Lehrstuhl Ostasienwirtschaft/China der Universität Duisburg-Essen. Herr in der Heiden beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der chinesischen Industriepolitik für die Montanindustrie.

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