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Erwerbsarbeit, Tätigsein und Postwachstum
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Erwerbsarbeit, Tätigsein und Postwachstum

16 pages · 3.03 EUR
(07. Oktober 2019)

 
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Zusammenfassung:

Das gegenwärtige Wirtschaftssystem ist paradox: Wachstum soll Erwerbsarbeitsplätze schaffen. Dazu beitragen soll die Steigerung der Arbeitsproduktivität, doch damit gehen gleichzeitig Arbeitsplätze verloren. Entsprechend muss Wachstum zusätzlich die wegrationalisierten Arbeitsplätze kompensieren. Verstärkt wird diese Paradoxie durch das Sozial- und Abgabensystem mit seiner zentralen Finanzierungsgrundlage Erwerbsarbeit: es treibt die Steigerung der Arbeitsproduktivität voran. Doch Wirtschafts- und Produktivitätswachstum können nicht unbegrenzt fortgesetzt werden. Es ist deshalb wichtig, die große Bedeutung der Erwerbsarbeit – für die Sozialversicherung, als Basis für öffentliche Abgaben sowie für die gesellschaftliche Anerkennung und Integration – zu relativieren. Zugleich ist ein Verständnis von Tätigsein zu entwickeln und seine Umsetzung institutionell zu fördern, das neben der Erwerbsarbeit auch Eigen-, Freiwilligen-, Care-, Gemeinschaftsarbeit und andere Arbeitsformen einschließt.


quotable essay from ...
Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft
Irmi Seidl, Angelika Zahrnt (Hg.):
Tätigsein in der Postwachstumsgesellschaft
the authors
Prof. Dr. Irmi Seidl
Irmi Seidl

Leiterin der Forschungseinheit Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Eidg. Forschungsanstalt Wald, Schnee und Landschaft, Birmensdorf, Schweiz. Lehre zu Ökologischer Ökonomik an der Universität Zürich und der ETH Zürich. Arbeitsschwerpunkte: Flächen- und Ressourcennutzung, Siedlungsentwicklung, Naturschutz

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Prof. Dr.  Angelika Zahrnt
Angelika Zahrnt

Ehrenvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Von 1990 bis 1998 Stellvertretende Vorsitzende, von 1998 bis 2007 Vorsitzende des BUND. Von 2001 bis 2013 Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung der deutschen Bundesregierung. Mitglied im Beirat des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) Postdam und Fellow am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW, Berlin). 2006 und 2013 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes, 2009 des Deutschen Umweltpreises. Ehrenvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Von 1990 bis 1998 Stellvertretende Vorsitzende, von 1998 bis 2007 Vorsitzende des BUND. 2006 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes, 2009 des Deutschen Umweltpreises. Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung der deutschen Bundesregierung und im Strategiebeirat Sozial-Ökologische Forschung des deutschen Bundesforschungsministeriums.

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