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Sunday, April 21, 2019
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Legitimität und Viabilität

Zur Theorie der institutionellen Steuerung der Wirtschaft

"Institutionelle und Evolutorische Ökonomik"  · volume 7

210 pages ·  24.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 3-89518-172-2 (December 1998 )

 
lieferbar in stock
 

Die Grenzen der politischen Steuerung der Ökonomie werden sowohl im politischen als auch im wissenschaftlichen Diskurs zunehmend thematisiert. Im politischen Bereich ist es vornehmlich das Scheitern von Konzeptionen der Konjunktursteuerung, welches grundsätzliche Zweifel an der Möglichkeit wirtschaftslenkender Eingriffe verursacht hat. In der Wirtschaftswissenschaft wird diese Problematik vorrangig durch den Steuerungspessimismus evolutorischer Ansätze ins Spiel gebracht. Gleichzeitig werden in der Institutionenökonomik Ideen einer Re-Formulierung der ordnungspolitischen Konzeption entwickelt, die ein wohlfahrtstheoretisch fundiertes Verfahren der Gestaltung der institutionellen Ordnung einer Volkswirtschaft anbieten (institutional choice-Ansatz).

Aus der Sicht einer Theorie des institutionellen Wandels kann eine solche, paretianisch inspirierte Institutionenökonomik mit Hilfe der komparativen Effizienzanalyse zwar Aussagen über die hypothetische Legitimität (Zustimmungsfähigkeit) institutioneller Alternativen machen. Aber nur durch eine kausal-genetische Betrachtung der institutionellen Entwicklung einer Volkswirtschaft kann die evolutorische Viabilität (Lebensfähigkeit) von Institutionen beurteilt werden. Die Begriffe Legitimität und Viabilität und die dahinterstehenden Ansätze lassen sich weder theoretisch integrieren noch gegenseitig substituieren.

Die Theorie der institutionellen Steuerung der Ökonomie steht somit im pragmatischen Spannungsfeld zwischen Legitimität und Viabilität. Politische Relevanz für die theoretische Fundierung und diskursive Strukturierung institutioneller Reformen wird eine solche Denkweise folglich nur erlangen, wenn sie beide Kriterien durch eine kognitive und historische Erweiterung ihres Institutionenbegriffs konzeptionell berücksichtigt.

PVS - Politische Vierteljahresschrift 3/2000, S. 589-591 ()

"... Allerdings werden in dieser ökonomietheoretischen Arbeit evolutorische und institutionenökonomische Argumente zu einer steuerungstheoretischen Konzeption verdichtet, die als pragmatische Theorie politischen Handelns - der Autor spricht in Anlehnung insbesondere an Commons und Dewey von einer 'pragmatischen Sozialphilosophie' - auftritt. Hier liegt die Stärke dieses Bandes. Steuerungstheoretisch Interessierte, die Beiträge schätzen, die nicht durch eine demonstrative Besserwisserei, sondern dadurch zu überzeugen wissen, dass sie den Leser dazu anregen, die Argumente des Autors zu interpretieren und weiterzudenken, müssen zu diesem Buch greifen."


the author
Dr. Reinhard Penz
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, Grundsatzfragen der Arbeitsmaerktpolitik, zuvor Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt, Arbeitsmarkt, arbeitsmarktpolitische Ziele. [more titles]
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