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Nachhaltige Aquakultur

"Beiträge zur Theorie und Praxis starker Nachhaltigkeit"  · volume 10

172 pages ·  24.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-7316-1349-7 (25. Februar 2020 )

 
lieferbar in stock

 
 

Die Aquakulturbranche steht, wie auch die gesamte Lebensmittel- und Biomassebranche, vor der Herausforderung einer nachhaltigen Produktion. Die konventionelle Aquakultur wird oftmals aufgrund des Einsatzes von Futter auf Basis von Wildfischen, der Zerstörung von Mangrovenwäldern oder der Verwendung von Antibiotika in der Massenfischhaltung kritisch bewertet. Allerdings sind technische Systeme generell optimierbar.

Wie lassen sich die Grundsätze der Nachhaltigkeit in der Aquakultur umsetzen? Diese Fragestellung bildet die Basis der aktuellen Aquakulturforschung. Ein Kernthema ist hierbei die Entwicklung nachhaltiger Futtermittel, in denen die fischbasierten Eiweiß- und Fettquellen (Fischmehl und Fischöl) durch alternative, meist pflanzliche Rohstoffe ersetzt werden können. Zum Thema Tiergesundheit und Tierwohl werden vor allem Methoden zur Bestimmung des Wohlbefindens von aquatischen Tieren gesucht, die im Gegensatz zu Landtieren weitestgehend unbekannt sind.

Darüber hinaus tragen innovative Technologien und Haltungssysteme dazu bei, Systeme durchzusetzen, die eine ökologisch-sensitive und nachhaltige Aquakultur ermöglichen: Ein Ansatz ist etwa die Nutzung von Polykulturen, d.h. die Kombination unterschiedlicher Aquakulturorganismen. In Aquaponik-Anlagen wird die Aufzucht von Fischen mit der Kultivierung von Nutzpflanzen in einem geschlossenen ökologischen Kreislauf verbunden. Das gleiche Prinzip wird im offenen Meer in der sogenannten Integrierten Multitrophen Aquakultur verfolgt. Diese Beispiele für nachhaltige Lösungsansätze sind vielversprechend, bedürfen aber einer intensiven Forschung. Ziel ist es, zukünftig eine ökologisch sensitive Aquakultur zu etablieren.

Der vorliegende Band möchte das Spektrum der Möglichkeiten aufzeigen, in Zukunft Aquakultur im Einklang mit der Nachhaltigkeitsidee zu betreiben. Dabei sollen auch Konfliktlinien und Tradeoffs aufgezeigt werden. Eine politisch entscheidende Frage wird es sein, ob ein Land wie Deutschland, das fast alle konsumierten Produkte aus Fisch und Meeresfrüchten importiert (Selbstversorgungsgrad: 24%), eine Vorreiterrolle hinsichtlich der Erforschung und Entwicklung nachhaltiger Aquakultursysteme einnehmen und entsprechende Rahmenbedingungen schaffen möchte.


Einführung

Konrad Ott, Stefan Meyer
Chancen nachhaltiger Aquakultur - Eine Einführung


Aquakultur zwischen Nachhaltigkeit und Marktpotential

Hilke Alberts-Hubatsch, Valentin Eckart, Sebastian Rakers, Patrick Unger
Nachhaltige Aquakulturverfahren vs. Marktpotential - Wohin geht die Reise?

Mark Schumann, Henrike Seibel
Tierwohl in der Aquakultur - Massentierhaltung unter Wasser?

Marina Gebert, Anja Chalmin
Blaue Biotechnologie - Neue Produkte aus der Aquakultur


Potentiale der Aquakultur

Aline Hock, Biniam Samuel
Die Suche nach einem neuem Maßstab. Wie Start-ups in der Aquakultur den Weg definieren

Sabine Haas, Sebastian Lippemeier, Robert Stieber
Neue Lebensmittel aus der Aquakultur - Liegt die Zukunft der Ernährung im Wasser?

Peter Krost
Die ökonomische Seite der Aquakultur im deutschen Küstenraum

Stefan Meyer
Potentiale der Aquakultur in Schleswig-Holstein

Bernd Ueberschär
Das Malawi-Projekt - "Ich liebe Fisch"

Konrad Ott, Kalu I. Kalu
Sustainable Aquaculture Fish Feeding Production - A Perspective for the Niger-Delta


the editors
Prof. Dr. Konrad Ott
Konrad Ott since 2012 Professor of Philosophy and Ethics of the Environment at the Christian-Albrechts-University of Kiel; previously Professor of Environmental Ethics at the University of Greifswald from 1997-2012; from 2000 to 2008 he was a member of the German government's Advisory Council on the Environment. [more titles]
Prof. Dr.  Carsten Schulz
Carsten Schulz Inhaber der Professur für Technologiemanagement an der Christian-Albrecht-Universität Kiel
Prof. Dr. Rüdiger Schulz
Leiter der Arbeitsgruppe Physiologie und Biotechnologie der Pflanzlichen Zelle und Direkter des Botanischen Instituts an der Christian-Albrechts-Universität Kiel
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