sprache deutsch
sprache english
» shopping cart
0 article(s) - 0.00 EUR


Samstag, 17. November 2018
 welcome page » economy  » development, growth & knowledge  » growth, development & structural change 

Nachhaltige Entwicklung – das neue Paradigma in der Ökonomie

Publikation des Arbeitskreises Politische Ökonomie

600 pages ·  44.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-89518-797-1 (July 2010 )

Hardcover

 
 

Der Wohlstand, gemessen am Indikator Pro-Kopf-Einkommen, ist in den letzten Jahrzehnten in vielen Ländern gestiegen. Damit wurde nach weitverbreiteter ökonomischer Lehrmeinung ein wesentliches Ziel wirtschaftlichen Handelns erfüllt. Gleichzeitig kam es jedoch zu einer Reihe von ökonomischen Krisensymptomen bzw. Ungleichgewichten, die sich in den letzten Jahren teilweise noch verschärft haben. Beispielhaft sind hier die Klimaveränderung mit ihren vielfältigen Folgen, die verschiedenen regionalen Finanzkrisen seit Mitte der 1980er Jahre und die aktuelle globale Finanzkrise, die hohe Arbeitslosigkeit in einer Vielzahl von Industrie- und Entwicklungsländern und die steigende Verschuldung vieler Länder zu nennen. Eines der drängendsten ökonomischen, aber auch sozialen Probleme ist die weit verbreitete Armut, die vielfach durch ungleiche Chancenverteilung in nationalen Bildungs- und Gesundheitssystemen und teilweise durch eine wachsende Ungleichverteilung von Einkommen und Vermögen noch verschärft wird. Zentrale Krisensymptome, wie die wachsende Umweltbelastung und die zunehmende Armut wurden sowohl von einigen Ökonomen, wie auch von Vertretern internationaler Organisationen bereits in den 1970er-Jahren wahrgenommen und kritisch reflektiert. In diesem Kontext entstand dann auch die Forderung nach einem neuen Paradigma, das von der Völkergemeinschaft, d.h. von 178 Ländern auf der Weltkonferenz 1992 in Rio de Janeiro vereinbart wurde: Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development).

  • Harald Hagemann, Michael von Hauff
    Einleitung
  • Utz-Peter Reich
    Gibt es eine Entropie in der Ökonomie?
  • Peter Hennicke, Kora Kristof, Ulrike Dorner
    Ressourceneffizienz als Motor einer zukunftsfähigen Industrieund Dienstleistungsstrategie
  • Helge Peukert
    Zukunftsfähiges Deutschland: Eine kritische Bestandsaufnahme
  • Hans-Ulrich Zabel
    Klimawandel - Herausforderung für Politik, Wirtschaft und Region
  • Rudolf Dujmovits
    Nicht erneuerbare Ressourcen, Grenzen des Wachstums und Fallstricke des technologischen Optimismus
  • Michael von Hauff, Andrea Jörg
    Innovationen im Kontext nachhaltiger Entwicklung
  • Thomas Ziesemer
    Wachstum mit importierten Ressourcen: Zur Nachhaltigkeit des Wachstums und der Auslandsverschuldung der Vereinigten Staaten
  • Gisela Kubon-Gilke
    Soziale Nachhaltigkeit und die Interdependenz von Allokation und Gerechtigkeit
  • Ulrich Steinbach
    Budgetäre Nachhaltigkeit der Haushalte der Bundesländer - theoretische Grundlagen, Messkonzepte, Probleme
  • Nicola Seitz, Elena Brosch
    Soziale Sicherungssysteme im Kontext Nachhaltiger Entwicklung
  • Klaus Fischer, Christine Hobelsberger, Klaus J. Zink
    Nachhaltigkeitsbezogene Governance im Kontext globaler Wertschöpfung
  • Henning Wilts
    Nachhaltige Infrastrukturen: Dezentralität als Ziel, Sektorabkommen als Strategie
  • Robert Holländer
    Flächen-Ökoeffizienz - Ein Verfahren zur Entscheidungsunterstützung bei Flächennutzungsoptionen und Standortentscheidungen
  • Nina V. Michaelis
    Bioenergie in Brasilien - Ein Vorbild für nachhaltige Entwicklung?
  • Andreja Benkovic
    Das Konzept der Nachhaltigkeit in Dienstleistungssektoren: Einige europäische Einblicke
  • Juan Felipe Mejia
    Nachhaltiger Tourismus in Kolumbien: eine von mehreren Alternativen zur Förderung der Volkswirtschaft
  • Tobias Kronenberg, Stephan Kühntopf, Thusnelda Tivig
    Die Effekte von regionalen demografischen Trends auf die ökologische Dimension der Nachhaltigkeit
  • Christian Lutz, Kirsten Wiebe
    Identifikation und Analyse von Interdependenzen zwischen Nachhaltigkeitsindikatoren anhand des GINFORS Modells
  • Gerd Michelsen
    Innovationen in der Hochschule: Nachhaltige Entwicklung und universitäre Bildung
  • Maik Adomßent
    Von Exzellenz-Leuchttürmen, Glühwürmchen und anderweitig Erleuchteten

Zwar ist der Wohlstand, gemessen am Indikator Pro-Kopf-Einkommen, in den letzten Jahrzehnten in vielen Ländern gestiegen, aber gleichzeitig haben sich auch eine Reihe von ökonomischen Problemen und Ungleichgewichten ergeben. Der Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftspolitik und internationale Wirtschaftsbeziehungen an der TU Kaiserslautern von Hauff nennt hier etwa den Klimawandel, die verschiedenen regionalen Finanzkrisen seit Mitte der 80er-Jahre sowie die globale Finanzkrise, die hohe Arbeitslosigkeit in vielen Industrie- und Entwicklungsländern, die vielerorts steigende Staatsverschuldung, die weltweit verbreitete Armut oder die wachsende Umweltbelastung. Bereits in den 70er-Jahren wurden einige dieser Krisensymptome wahrgenommen und kritisch reflektiert. In diesem Kontext entstand dann auch die Forderung nach einem neuen Paradigma, das von 178 Ländern auf der Weltkonferenz 1992 in Rio de Janeiro vereinbart wurde, es lautete: nachhaltige Entwicklung. Der Herausgeber bedauert eine nur langsam voranschreitende Ausdifferenzierung und Umsetzung des Leitbildes nachhaltiger Entwicklung. Dieser Band informiert über den Stand des bisher Erreichten - er enthält die Beiträge der Frühjahrstagung des Arbeitskreises Politische Ökonomie, die im April 2009 in der Akademie des Bistums Mainz stattfand. Die Differenzierung nachhaltiger Entwicklung basiert, so von Hauff, auf der Dreidimensionalität, die sich seit Mitte der 90er-Jahre international durchgesetzt hat, auf der Gleichrangigkeit der Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales. So vertritt Thomas Ziesemer die These, dass eine amerikanische Umweltpolitik, die stärker als bisher auf eine Reduzierung der C02-Emissionen abzielte, nicht nur eine Verringerung von Ölimporten und damit auch eine geringere Bedeutung des Ölpreises zur Folge hätte, sondern auch eine Reduktion des Defizits in der Handelsbilanz und folglich ein nachhaltigeres Wirtschaftswachstum in den USA bewirken würde. Dieses Buch stellt einen Fundus vor allem für Ökonomen dar, die sich für die Diskussion des Thema Nachhaltigkeit interessieren.


Die Autoren
Prof. Dr. Michael von Hauff
Michael von Hauff

seit 1991 Professor für Volkswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Internationale Wirtschaftsbeziehungen, Entwicklungsökonomie und Umweltökonomie an der TU Kaiserslautern.

[more titles]
Prof. Dr. Harald Hagemann
Harald Hagemann

Universität Hohenheim (Stuttgart) am Institut für Volkswirtschaftslehre. Seit 2013 Vorsitzender der Keynes-Gesellschaft.

[more titles]
known reviews by the publisher
  • Portal für Politikwissenschaft more...
that may interest you, too
essays as pdf downloads