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Montag, 17. Dezember 2018
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Scheitern als ausgeblendete Perspektive der Ökonomie
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Scheitern als ausgeblendete Perspektive der Ökonomie

25 pages · 4.58 EUR
(May 2018)

 
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Aus der Einleitung der Haerausgeber:

Eva Lang und Hannes Lang fragen in ihrem Beitrag, welche Rolle das Scheitern in den Wirtschaftswissenschaften spielt. Sie zeigen, dass die – auch gerade in den angewandten Politikkonzepten – einflussreiche Strömung der Neoklassik sich gegenüber einem Scheitern geradezu immunisiert hat. Verdeutlicht wird dies zum einen am Menschenbild der neoklassischen Ökonomik – dem „homo oeconomicus“ –, einer Kreatur, die – wie die neueren Forschungsergebnisse der Behavioral Economics zeigen – sich als unhaltbare Fiktion erwiesen hat. Zum anderen markiert der Marktmechanismus – basierend auf der Hypothese der Selbstheilungskräfte freier Märkte – in der neoklassischen Ökonomik das Referenzsystem für eine effiziente Wirtschaftspolitik. Störungen und Krisen werden als durch politische oder sozialstaatliche Einflüsse verursacht angesehen. Wirtschaftspolitisch folgt hieraus das Minimalstaatsmodell mit der weitgehenden Deregulierung und Privatisierung öffentlicher Leistungen. Anhand verschiedener Beispiele wird gezeigt, dass nicht nur die Theorie, sondern auch die neoliberale Wirtschaftspolitik gescheitert ist. Die Autoren fordern daher eine gründliche Revision der wirtschaftswissenschaftlichen Lehre, Forschung und Politikberatung. Sie fordern die Weiterentwicklung einer sozial-ökologischen Ökonomie, die sich – im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung – intelligent in die übergeordneten Systeme von Gesellschaft und Natur integriert.


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Im Scheitern lernen – zur Zukunftsfähigkeit von Systemen
Axel Schaffer, Eva Lang, Susanne Hartard (Hg.):
Im Scheitern lernen – zur Zukunftsfähigkeit von Systemen
Die Autoren
Eva Lang
Eva Lang

geb. 1947, Professorin i.R. für Wirtschaftspolitik an der Universität der Bundeswehr München. Bürgerschaftliches Engagement im Vorstand der Vereinigung für Ökologische Ökonomie (VÖÖ), im Kuratorium der Bürgerstiftung zukunftsfähiges München.

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Hannes Lang
Hannes Lang

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität München und hat derzeit die stellvertretende Leitung des Lehrstuhls für Governance in International Agribusiness. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Anwendung der Verhaltens- und ökologischen Ökonomie auf agrar- und entwicklungsökonomische Themen. Er hat einen Bachelor in VWL von der Wirtschaftsuniversität Wien und einen Ph.D. in Ecological Economics am Rensselaer Polytechnic Institut in Troy, NY, USA abgeschlossen. Nach seinem Studium arbeitete er als UN Consultant an einem Forschungsprojekt im Süd-Sudan und als Projekt-Koordinator für USAID Projekte in Afrika.