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Dienstag, 25. September 2018
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Ökonomische Zeitenwende

Globaler Systemwettkampf im 21. Jahrhundert – Was kommt nach dem Ende des Neoliberalismus?

315 pages ·  29.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-89518-889-3 (November 2011 )

 
lieferbar in stock
 

Die Menschheit hat sich in eine ökologische und ökonomische Sackgasse manövriert. Ein Verharren in den ökonomischen Strukturen des 20. Jahrhunderts ist nicht mehr möglich. Die im 21. Jahrhundert abzutragende ökonomische und ökologische Erblast aus dem letzten Jahrhundert ist gewaltig und dies aus mehreren Gründen:

  • Der konsumtive Lebensstil von einem Fünftel der Weltbevölkerung im 20. Jahrhundert hat ausgereicht, das ökologische Gleichgewicht der Erde zu zerstören.
  • Der Neoliberalismus als dominante globale ökonomische Doktrin der letzten Jahrzehnte ist mit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008 politisch und konzeptionell gescheitert.
  • Die schuldenbasierte Wachstumsstrategie vieler Industrieländer ist spätestens mit der Staatsschuldenkrise 2010/2011 zu einem historischen Auslaufmodell geworden.
  • Die marktwirtschaftliche Verteilungseffizienz hat sich in den letzten 30 Jahren sowohl auf nationaler als auch globaler Ebene massiv verschlechtert.
Der Menschheit stehen drei praxiserprobte Marktwirtschaftsmodelle zur Verfügung, um die immensen ökonomischen und ökologischen Herausforderungen im 21. Jahrhundert zu meistern: Das primär an Kapitalinteressen orientierte Modell des US-Wirtschaftsliberalismus, das primär am Staatsinteresse orientierte chinesische Modell einer sozialistischen Marktwirtschaft sowie das eine Synthese aus Kapital- und Arbeitnehmerinteressen bildende europäische Modell der sozialen Marktwirtschaft.

Dieses Jahrhundert wird durch den globalen Systemwettstreit zwischen diesen drei Modellen geprägt werden. Im Kern geht es dabei um den effizientesten Weg zur Rückgewinnung des globalen ökologischen Gleichgewichts bei gleichzeitiger Wohlstandsmehrung. Wie zukunftstauglich die drei Marktwirtschaftsmodelle sind und welches vermutlich als Sieger aus dem globalen Systemwettstreit hervorgehen wird, ist Gegenstand der Analyse in diesem Buch.

http://cuncti.net/streitbar/264-oekonomische-zeitenwende-eine-rezension ()

"Das hier rezensierte Buch verdient eine Hervorhebung, weil es in einer Zeit einer großen ökonomischen Krise, vergleichbar mit der von 1929 ff., eine tragfähige Analyse und eine Zukunftsorientierung für das 21. Jahrhundert bietet. In einer Zeit erheblicher politischer und theoretischer Verunsicherung ist das besonders bemerkenswert.

In seinem sehr gut lesbaren Buch legt [Johannes Müller] das Gewicht der Argumente auf eine gründliche empirische Argumentation. Das hat den Vorzug, dass er sich einerseits statt auf abstrakte Modellwelten auf die Realität einlassen kann, und andererseits, dass er die empirischen Argumente als Entscheidungskriterien bei den im Hintergrund befindlichen modelltheoretischen Streitfragen ins Feld führen kann. Insofern ist das Buch auch im Hinblick auf die wissenschaftstheoretischen Auseinandersetzungen um konkurrierende Denkschulen der Ökonomie ein Gewinn.

Das Buch basiert auf einem Skript, das für den Masterstudiengang "Unternehmensentwicklung" entwickelt wurde. Der Autor ist ein Kenner der aktuellen volkswirtschaftlichen Paradigmen, d. h. hier der Neuklassik und des Neukeynesianismus, und als Praktiker ist er ein Spezialist für Asset Management (Portfoliomanagement), verfügt also über genau das Spezialwissen, das für das Verständnis der aktuellen Finanzkrise von zentraler Bedeutung ist.

Es ist im Jahre 2011 mit einem Umfang von 315 Seiten im Metropolis Verlag in Marburg erschienen; ein Verlag, der sich um die sonst vernachlässigten Denktraditionen der politökonomischen Klassik und des Keynesianismus verdient gemacht hat.

Der Titel des Buches bringt die 2007 beginnende und bis heute anhaltende ökonomische Krise auf den historischen Begriff. Es handelt sich - nach Einschätzung des Rezensenten - tatsächlich um eine Zeitenwende, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das tragende wirtschaftspolitische Konzept des Neoliberalismus bzw. Rechtsliberalismus (im Sinne von Milton Friedman und Friedrich August von Hayek) in der Krise und durch die Krise theoretisch und praktisch gescheitert ist; daher die Frage des Autors im Untertitel, was im 21. Jahrhundert nach dem Ende des Neoliberalismus kommt.

Und als Antwort auf diese Frage bietet er ein plausibles Szenario an, in dem es aus seiner Sicht um den konzeptionellen und praktischen politökonomischen Wettbewerb zwischen drei Gesellschaftsmodellen geht, nämlich den US-Wirtschaftsliberalismus, den chinesischen Staatskapitalismus und den europäischen Sozialstaat.

Positiv fallen die zahllosen Abbildungen, Tabellen und Übersichten auf, die eine Fundgrube darstellen. Johannes Müller lässt in seinem Buch ?Ökonomische Zeitenwende? zwar, wie oben gezeigt, einige Fragen offen, ist aber insgesamt weitgehend auf der Höhe der ökologischen und ökonomischen Probleme der Zeit, und er entwickelt ein diskussionswürdiges und plausibles, keineswegs unwahrscheinliches Zukunftsszenario.

getAbstract ()

Das lernen Sie

Nach der Lektüre dieses Abstracts wissen Sie: 1) warum ein radikaler wirtschaftlicher und politischer Wandel nötig ist, 2) warum der Wirtschaftsliberalismus ausgedient hat und 3) warum das europäische Modell der sozialen Marktwirtschaft Zukunft hat.

Empfehlung

Ein Fünftel der Weltbevölkerung hat es mit seinem Lebensstil geschafft, die Welt an den Rand eines ökonomischen und ökologischen Abgrunds zu führen, so Wirtschaftsprofessor Johannes Müller. Damit, so seine These, haben sich zugleich bestimmte wirtschaftliche wie auch politische Strukturen als untauglich erwiesen. Es ist also Zeit für einen dramatischen globalen Wandel. Drei praxiserprobte Marktwirtschaftsmodelle stehen dafür zur Verfügung: der Wirtschaftsliberalismus nach amerikanischem, der Staatskapitalismus nach chinesischem sowie die soziale Marktwirtschaft nach europäischem Vorbild. Doch welches Modell eignet sich am besten, um einen Erfolg versprechenden und gerechten Weg in die Zukunft zu beschreiten, von dem Mensch und Natur profitieren?

Müller analysiert detailliert, auch anhand der jüngsten Wirtschaftskrisen, und hat am Ende den Mut zu einer klaren Antwort: Für ihn hat nur das europäische Modell Zukunft. Zwar macht er die Notwendigkeit einer "ökonomischen Zeitenwende" hinreichend klar, wie eine solche konkret aussehen könnte. Ein paar visionäre Gedanken mehr hätten dem Buch gutgetan. getAbstract empfiehlt das Werk allen Wirtschaftsvertretern, die bereit sind, im Sinne einer besseren Zukunft - für fünf Fünftel der Menschheit - umzudenken.

Den kompletten, 5-seitigen Text finden Sie unter "Rund ums Buch"



Rund ums Buch ()

Informationen anzeigen




PW-Portal für Politikwissenschaft, PW-Portal, veröffentlicht am 22.03.2012, abgerufen am 26.03.2012. ()

"Sehr anschaulich stellt Müller in seiner Analyse eine Verknüpfung zwischen den verschiedenen "globalen Herausforderungen des Kapitalismus im 21. Jahrhundert" (25) her. Dazu zählt er nicht nur die gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise, sondern auch die wachsende Bedeutung anderer Wirtschaftsmodelle, das weltweite Bevölkerungswachstum, die Ressourcenknappheit und allgegenwärtige Naturkatastrophen. Sprachlich sehr gut verständlich und in eher populärwissenschaftlichem Stil verkündet der Autor das Ende der rund 30-jährigen "Ära des Neoliberalismus" (20). Das Jahr 2008 als Höhepunkt der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise stelle eine "Zeitenwende" dar und es müsse nun die Frage in den Mittelpunkt gerückt werden, "in welcher sozio-ökonomischen Umwelt der Mensch im 21. Jahrhundert leben und arbeiten sollte" (21). Gut nachvollziehbar beschreibt Müller vor allem die Grundprobleme des gegenwärtigen Weltwirtschaftssystems wie beispielsweise die wachsende Schere zwischen dem Welt-BIP und den auf den Finanzmärkten generierten Kapitalerträgen, die globalen Einkommenskonzentrationen und -ungleichgewichte sowie die "Verschiebungen im Machtverhältnis zwischen Realwirtschaft und Finanzwirtschaft" (47). Ausführlicher setzt er sich mit den "geistigen Wurzeln des modernen Kapitalismus" (109) auseinander, indem er die jeweiligen theoretischen Grundlagen der drei kapitalistischen Systemtypen skizziert, die gegenwärtig in Form des "klassischen Wirtschaftsliberalismus" der USA, des "Staatskapitalismus chinesischer Prägung" und des "europäischen Sozialstaatskonzept[s]" miteinander konkurrieren. Am Ende kommt Müller zu dem wenig überraschenden Schluss, dass nur das letztgenannte Konzept wirklich geeignet sei, um den globalen "Wechselfällen des Lebens im Geiste der Solidarität" (299) zu begegnen. An dieser Stelle gibt sich Müller, der als Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Hannover lehrt und zuvor selber im Investmentbereich verschiedener Banken gearbeitet hat, dann auch als Keynesianer zu erkennen."

Glocalist Review, Newsletter, 338/2012, S. 19-20 ()

"Wer sich auf diese Beschränkungen einlässt, findet in Müllers Buch eine detail- und kenntnisreiche Darstellung der derzeitigen globalen Weltprobleme und des Umgangs der unterschiedlichen Wirtschaftssysteme mit ihnen. Dabei analysiert der Autor zunächst die wichtigsten Weltprobleme in kurzen Unterkapiteln und belegt mit aktuellem Datenmaterial. Dann werden in einem zweiten Kapitel die Wachstumsoptionen bis hin zur Steady State Economy dargestellt, wobei Nullwachstum durchaus als - schwer erreichbare - Option dargestellt wird. Dann folgt eine Kurzdarstellung der um das Vertrauen der Menschen werbenden Wirtschaftssysteme (soziale Marktwirtschaft, chinesischer/angloamerikanischer Kapitalismus). Die einzelnen Systeme werden anschließend genauer unter die Lupe genommen. Im letzten Kapitel erfolgt eine Bewertung der Alternativen mit Hilfe einer Matrix, die die Effizienz der Systeme hinsichtlich sechs wichtiger Kriterien vergleicht: Wachstums-, Energie-, Kohlendioxid-, Verteilungs-, Beschäftigungseffizienz und wirtschaftliche Systemstabilität. Letztlich endet das Buch mit einem Plädoyer für unsere Wirtschaftsform, wobei Müller betont, dass mehr Regulierung beispielsweise auf dem Finanzmarkt nötig sei. Wie wir es allerdings schaffen sollen, erstens Schulden, zweitens Überverbrauch und drittens den Wahnsinn der entfesselten Finanzmärkte zu überwinden, ohne gleichzeitig die Stabilität massiv zu gefährden oder durch dirigistisches Eingreifen zu bewahren, bleibt offen."


Der Autor
Prof. Dr. Johannes Müller
Johannes Müller

Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Hannover. Zuvor arbeitete er 12 Jahre bei einer deutschen Privatbank. Zuerst als Analyst im Wertpapierbereich, später als Portfoliomanager und Bankdirektor im Invest-mentbereich.

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