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Friday, February 22, 2019
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Wie viel Gleichheit ist gerecht?

Sozialethische Untersuchungen zu einem nachhaltigen und gerechten Klimaschutz

"Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Nachhaltigkeitsforschung"  · volume 23

530 pages ·  39.80 EUR (incl. VAT and Free shipping)
ISBN 978-3-7316-1246-9 (December 2017 )

Gewinner des Nachhaltigkeitspreises der Selbach-Umwelt-Stiftung und von BenE München e.V. in der Kategorie Dissertation, 2017

 
 
Sebastian Kistler hinterfragt in seinem Buch die weit verbreitete Position, dass jeder Mensch ein gleiches Recht auf dieselbe Menge an CO2-Emissionen habe, und hält eine um demokratische Gleichheit erweiterte Schwellenwertkonzeption unter den Aspekten der Gerechtigkeit und der Nachhaltigkeit für eine sinnvollere Alternative. Demnach sollte auch in der Klimapolitik das oberste Ziel sein, dass möglichst alle Menschen in globaler und intergenerationeller Perspektive oberhalb eines Schwellenwertes, der ein Leben in Würde ermöglicht, leben können. Die Definition des Schwellenwertes sowie der Umgang mit Emissionen, die zu Entwicklungssteigerungen oberhalb des Schwellenwertes führen, sollten in einem politischen Prozess, in dem sich die Beteiligten als Gleiche begegnen, entschieden werden. Zur Argumentation dieser These wird der Klimawandel als vielschichtiges Gerechtigkeitsproblem herausgestellt und die Frage beantwortet, ob und inwiefern es ethisch rechtfertigbar ist, in Form von Emissionszertifikaten ein Recht auf etwas auszusprechen, was andere nachweisbar schädigt. Nach einer Grundlegung globaler und intergenerationeller Klimagerechtigkeit werden die Unzulänglichkeiten eines verkürzten Egalitarismus aufgezeigt und stattdessen die Argumente der sogenannten "Non-Egalitaristen" für die Klimapolitik stark gemacht. Gestützt und verstärkt werden die Argumente durch das christlich-theologische Gerechtigkeitsverständnis.

Kistlers "Dissertation betrachtet den Klimawandel aus der Perspektive eines vielschichtigen Gerechtigskeitsproblems, sowohl zwischen den Generationen als auch als Problem globaler Ungleichheit. Der Autor überprüft den Stand der Technik bei den Energietechnologien (Photovoltaik, Solar, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie) und die Herausforderungen bei der Nutzung des Potenzials erneuerbarer Energien. Der Autor analysiert den Klimawandel sowohl als Markt- als auch als Politikversagen. Im Mittelpunkt der Arbeit steht eine Diskussion ethischer Aspekte des Klimawandels, von Gerechtigkeitskonzepten für den Klimawandel und der Frage nach Gleichheit und Gerechtigkeit. Kistler hinterfragt in seinem Buch die weit verbreitete Position, dass jeder Mensch ein gleiches Recht auf dieselbe Menge an CO2-Emissionen habe, und hält eine um demokratische Gleichheit erweiterte Schwellenwertkonzeption unter den Aspekten der Gerechtigkeit und der Nachhaltigkeit für eine sinnvollere Alternative."


the author
Sebastian Kistler
Sebastian Kistler geb. 1981, seit 2010 wiss. Mitarbeiter in Christlicher Sozialethik an der Universität Augsburg, am Aufbau des Masterstudiengangs Umweltethik in Augsburg beteiligt. Promovend in Christlicher Sozialethik bei Prof. Dr. Markus Vogt an der LMU München. [more titles]
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